эссе на тему Deutsch – Vielfalt der Gefhle — Немецкий — многообразие чувств



Deutsch… Vielfalt der Gefűhle

Jeder Mensch hat seine eigene Welt und sein eigenes Glűck, seine Gedanken von dem Leben, welches er leben mőchte. Ich denke oft: Was ist fűr mich Glűck? Mit dieser Frage ist Vielfalt meiner Gefűhle verbunden.

Meine Welt besteht aus zwei Länder: Deutschland und Russland. Mein Leben began in Russland. Geboren bin ich in Solikamsk. Meine ersten Wőrter waren auf Russisch und meine ersten Freunde waren russische Mädchen und Jungs. Ich war klein, und war glűcklich. Kleine Kinder brauchen nicht viel, um glűcklich zu sein. Das wichtigste ist, dass Mutter und Vater immer da sind, und alle einander lieben. Mit vier Jahren haben mich meine Eltern in ein anderes, fremdes Land gebracht, und das war Deutschland. Mein erstes Wort auf Deutsch war «Schmetterling». Dieses lange Wort klang wunderschőn und es bedeutete fűr nicht nur den Schmetterling selbst, sondern auch das neue Leben in Deutschland, neue Hoffnung und eine neue Welt…

Mit 6 Jahren begann fűr mich ein neuer Lebensabschnitt, als ich in die Schule gegangen war. Ich erinnere mich an den ersten Schultag, als ich mit klopfenden Herzen und gefűllter Schultűte vor dem riesigen Schulhaus stand. Ich gehőrte endlich nicht mehr zu den Kleinen. Meine erste Lehrerin hieβ Frau Anna Maria Sommerhäuser, zuerst fiel es mir schwer, diesen Namen zu merken. 8 Jahre sind vergangen und ich habe sie nicht vergessen. Meine Lehrerin war sehr gescheit und streng. Sie wusste immer eine Antwort, aber oft sagte sie zu uns: «Denkt einmal selber nach».

Zur meiner Welt in Deutschland gehőrten auch meine Freunde: Coline, Alla, Regina, Julia, Nicole…

Wenn ich mich an meine Freunde denke, erinnere ich mich an ein Kindergedicht, das ich im Kindergarten gelernt hatte. Dieses Gedicht erzählt, das wir verschieden sind. Jeder hatte seine eigene Welt, aber uns vereinigte unsere Freundschaft.

Du bist da,

und ich bin hier.

Du bist Pflanze,

und ich bin Tier.

Du bist Riese,

ich bin Zwerg.

Du bist Tal,

und ich bin Berg.

Du bist leicht,

und ich bin schwer.

Du bist voll,

und ich bin leer.

Du bist heiβ,

und ich bin kalt…..

Zur meiner Welt in Deutschland gehőrten auch Feiertage: Weihnachten, Ostern, Muttertag, Sankt Martin, Karnewal…Eins von den Lieblingsfesten ist Weihnachten.Was ist Weihnachten fűr mich? Brennende Kerzen, Weihnachtsbaum und das ungeduldige Warten auf Geschenke! Weihnachten im Kreise der Familie ist ein ganz besonderes Fest. Ohne ein Gedicht kann ich meine Weihnachtsgefűhle nicht ausdrűcken.

Markt und Straβen sehn verlassen,

still erleuchtet jedes Haus,

sinnend geh ich durch die Gassen,

alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen

buntes Spielzeug fromm geschműckt,

tausend Kindlein stehen und schauen,

sind so wunderstill beglűckt.

Sterne hoch die Kreise schlingen,

aus des Schnees Einsamkeit

steigt’s wie wunderbgares Singen.-

o du gnadenreiche Zeit!

Woran ich mich noch gerne erinnere ist Ostern, wie ich im Kindergarten zur Osterzeit mit Freunden Ostereier gesucht habe. Gibt es etwas Schőneres, als am Ostersonntag bei strahlendem Sonnenschein im Garten auf Eiersuche zu gehen? Ich schenkte meiner Mutter mit Liebe gemachte Osterbilder. Ich glaube, dass so welche Geschencke besser als Schokohasen und Zuckereier sind.

Ich kann mir meine Welt ohne Reisen gar nicht vorstellen. Reisen bildet, und während unseren Familienreisen erfuhr ich viel Neues. Ich war in Ägypten, Italien, Spanien, Ősterreich, Frankreich, Holland in der Tűrkei. In Venedig stand ich 2 Stunden lang auf San Marco Platz und fűtterte die Tauben. Weiβe Tauben saβen auf meinen Schultern und Armen. Und es war lustig. Ich reiste durch Deutschland kreutz und quer. Um die Stadt Kőln von dem berűmten Kőlner-Dom zu besichtigen, musste ich 633 Stufen besteigen. Und um den riesen groβen Berliner-Zoo zu sehen, reichte mir sogar der ganzen Tag nicht. Reisen machte meine Welt glűcklich.

Ich reiste nicht nur mit meinen Eltern gerne, sondern auch noch mit meiner Klasse. Wenn ich mich an meine glűkliche Welt in Deutschland denke, erinnere ich mich auch an viele Klassenfahrten. In der 4 Klasse war die Grundschule schon zu Ende. In der 5. Klasse war ich in der Realschule. Viele neue Kinder kamen in meine Klasse und manche aus der 4. Klasse waren weg. Unser Klassenlehrer herr Gűbel hat eine Klassenfahrt organisiert, damit wir uns kennen lernen. Wir fuhren in ein Jugendlager. Es war auch ganz toll und lustig. Wir haben zusammen ganz viel gemacht. Um 21:00 mussten wir schon in den Betten sein, aber das waren wir nicht. Wenn unser Lehrer schon am Schlafen war, versammelten wir uns alle in einem Zimmer und und erzählten uns Witze und sogar Gruselgeschichten. Solche Klassenfährte waren nőtig, weil persőnliche Begegnungen und Erfarungen ein Zusammengehőrichkeitsgefűhl und Freundschaft erzeugen. Eins weiβ ich genau, dass ich meine Klasse in Deutschland nie vergessen werde, weil es ist so eine tolle Klasse war.

Jeder Abschied ist die Geburt einer Erinnerung. Meine nächste Erinnerung ist Abschied von Deutschland. Als meine Eltern sich endschieden, wieder nach Russland zu ziehen, war das ein groβer Schock fűr mich. Ich habe das meinen Freunden und meiner Klasse erzählt, und sie waren alle voll traurig und ich auch. Der letzte Tag in der Schule war fűr mich der schreklichste. Meine Klassenkamaraden haben mir ein Abschidslied gesungen, das fand ich so toll von ihnen. Sie sagten zu mir, dass sie mich nie vergessen werden. Als ich nach Deutschland zu Besuch kam, schenkte mir meine Klasse ein Buch und darin hat die ganze Klasse was geschrieben fűr mich:

Liebe Kristina!

Wir konnten mit dir lachen, mit dir einfach Blődsinn machen. Freue mich und wűnsch dir einen guten Tag, ich hoffe, dass jeder dich dort mag!

Ich hoffe, dass du bald wieder nach Deutschland zurűck kommst!

Deine Freundin Sabine!!!

Hi, Kristina!

Unsere Klasse hat dich sehr vermisst und wenn du zurűck kommen wűrdest, hätten wie uns alle gefreut.

Also mache dich auf den Weg, nach Deutschland und dann nach Waldbről.

Ahmed!!!!

Und nun bin ich in Russland. In Russland entdeckte ich eine neue Welt: ein neues Land, noch mehr neue Freunde und neue Lehrer. Das alles war fűr mich ein neues Leben und das war schwer. Ich paukte russische Grammatik fűr die Grundschule. Ich gewőhnte mich an die neue Schule, eine neuen Stundenplan und neue Lehrer. Es war stressig und ich vermisste sehr Deutschland. Manche aus meinen Mitschűlern empfanden mich als Ausländerin und verstanden mich einfach nicht. Es gab viele Probleme und deswegen wollte ich wieder zurűck. Ich bin dankbar meiner Klassenlehrerin, die mir geholfen hat, mit diesen Problemen fertig zu werden. Einmal sagte ich offen meinen Mitschűlern: «Ihr findet mich anders, es interessiert mich nicht. Ich bin so, wie ich bin. Wir alle sind nicht gleich. Wir műssen einander respektieren». Tag fűr Tag wurde Russland fűr mich die zweite Heimat.

Also, so sieht meine Welt aus, in der ich lebe. Und wie soll meine Welt sein, in der ich gerne leben mőchte? Alles, was mich jetzt glűcklich macht, soll auch bleiben. Leute, die ich liebe, mőchte ich nie verlieren: meine Eltern, meine Verwandten, meine Freunde, meine erste Lehrerin. Solche Tage, wie mein Klassenabschiedstag in Deutschland mőchte ich nie wieder erleben. Ich habe zwei Heimatstädte: Solikamsk in Russland und Waldbről in Deutschland. Ich weiβ nicht genau, wo ich lieber wäre. Bin ich dort, will ich hier sein, und bin ich dann da, träume ich davon, wieder zurűck zu fahren. Ich hoffe, dass diese Städte in meiner glűcklichen Welt unbedingt sein werden. Ich mőchte auch weiter reisen. In der Welt gibt er so viel Schőnes, was ich noch nicht erlebt habe. Ich träume von einer Welt, wo alle glűcklich sind. Das Glűck ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Und wie kőnnte man Glűck und Freude besser teilen, als mit Freunden und Verwandten ein Fest zu feiern? Egal ob ohne Grund, ob Neujahr, Fastnacht oder Erntedank. Es gibt viele Gelegenheiten, mit Menschen, die man mag, ein paar schőne Stunden zu verbringen. Und ich mőchte viele Feiertage in meiner Welt haben.

Man sollte őfter Feste feiern,

und nicht erst, wenn eins fällt.

Mann kann sie ohne Gäste feiern

und ohne Geld.

Ein hűbsches fest heiβt:

Freunde-Suchen.

Ein lustiges Fest heiβt: Lachen-Fest.

Es gibt das Fest Pflaumenkuchen;

das Drachenfest.

Ich kőnnte euch noch viele nennen,

doch hoffe ich, ihr versteht:

Man muss auch grundlos feiern kőnnen,

wenn’s sonst nicht geht.

Ich träume davon, dass viele Leute mich umgeben — meine russischen und deutschen Freunde. Ich hoffe, das Deutschland und Ruβland in meinem Leben weiter bleiben. Sie gehőren zu meiner Vergangenheit, meiner Gegenwart, zu meiner Zukunft, zu meinem Glűck.



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