Martinstag Deutsche Tradition День Святого Мартина Немецкии традиции



Bildungsministerium des Saratower Gebiets

Lyzeum №37

Das Referat zum Thema:

Martinstag

„Праздник Святого Мартина“

Schuler der Klasse 5 “C”

Des Lyzeums №37

Andrjeew Wassilij

Deutschlehrerin

Chromowa O.

Saratow 2012

Gliederung

Einführung

1.Das Fest

2.Die Legende

3.Martinsbräuche

3.1.Sankt-Martin-Umzug

3.2. Martinsessen

3.3.Martinssingen

Schlussteil

Einführung

Als ich und meine Mitschüler in der 4. Klasse waren, haben wir über einige deutsche Feste und Traditionen im Lehrbuch gelesen. Und von dieser Zeit interessiert mich die Figur von St. Martin. Wann und wie dieser Mensch gelebt hat, warum ist er Heiliger geworden, welche Geschichten und Legenden sind mit seinem Namen verbunden, welche Traditionen gibt es zu diesem Fest. Diese Fragen beantworte ich in meinem Referat.

1.Das Fest

Es ist Herbst, die Tage werden kürzer und es wird früher dunkel. In Deutschland freuen sich Millionen von Kindern auf das “Laternelaufen” beim Sankt Martins Umzug. Wochenlang werden Laternen aus schwarzem Karton und durchsichtigem Buntpapier gebastelt, bemalt, mit Blättern verziert und schliesslich mit einer echten Kerze ausgestattet, die dazu dient, am entscheidenden Umzugsabend das ganze Prachtwerk in Flammen aufgehen zu lassen.

Die Kinder freuen sich auf Sankt Martin am 11. November, wenn sie abends im Dämmerlicht hinter dem Typen herauflaufen, der mit einem roten Mantel und Schwert den heiligen Sankt Martin mimt.

Sankt Martin findet jedes Jahr am 11.11. statt. Das ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Dieses Fest ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.

2.Die Legende

Am Martinstag erinnert man an den Heiligen Martin von Tours. Er wurde Anfang des vierten Jahrhunderts in Ungarn, in dem damals zum römischen Weltreich gehörenden Sabaria geboren. Während seiner Zeit als römischer Legionär nahm er den christlichen Glauben an. Später wurde er Mönch und im Jahre 372 n. Chr. Bischof von Tours. Er verstarb 397 in Candes. Seine Berühmtheit verdankt er folgender Legende:

Es war in einer sehr kalten Nacht. Überall lag hoher Schnee und Eiszapfen hingen von den Bäumen. Der römische Soldat Martin ritt auf seinem Pferde an einen vor Kälte zitternden Bettler heran. Der arme Mann saß im Schnee und hatte keine warme Kleidung. Der Bettler sah zu Martin auf und flehte um Hilfe. Voll von Mitleid teilte Sankt Martin mit seinem Schwert seinen wärmenden Umhang. Die eine Hälfte überließ Martin dem armen frierenden Mann und rettete ihn damit vor dem Tod. Als der Bettler sich bedanken wollte, ritt Martin mit seinem Teil des Umhangs davon.

Martin von Tours war der dritte Bischof von Tours. Er ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche und wird auch in der orthodoxen, anglikanischen sowie der evangelischen Kirche geehrt.



3. Martinsbräuche

In alter Zeit hatte der Martin eine sehr hohe Bedeutung und von den etlichen Traditionen haben einige bis in unsere Zeit hinein überlebt. Am elften November endete im Mittelalter das bäuerliche Arbeitsjahr. So wurden die Ernterträge verkauft und mit den Erlösen der jährliche Pachtzins gezahlt. Es wurde Saatgut für das nächste Jahr und neues Vieh auf den Märkten erstanden. Auf den Schlachtfesten gab es ein fröhliches Feiern, das heute noch in der traditionellen Martinsgans oder den Martinswecken, Stutenkerlen und Martinsbrezel da ist.

Es begann auch die 40tägige Vorweihnachtliche Fastenzeit.

Die Martinsumzüge mit Laternen, großem Martinsfeuer und hoch zu Ross reitenden Sankt Martin finden jedoch erst seit vergleichsweise geringer Zeit statt. Sie haben ihren Ursprung im späten neunzehnten Jahrhundert und verbreiteten sich vom Rheinland aus. Als Höhepunkt der Umzüge wird die Legende des Sankt Martins nachgestellt.

Das Erlebnis eines lodernden Feuers und die leuchtenden Laternen zu einer langen Kette in der Dunkelheit aufgereiht ist für Kinder immer wieder etwas ganz Besonderes.

3.1.Sankt-Martin-Umzug

In vielen Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz sowie in Südtirol und Oberschlesien sind Umzüge zum Martinstag üblich. Bei den Umzügen ziehen Kinder zum Gedenken mit Laternen durch die Straßen der Dörfer und Städte. Begleitet werden sie häufig von einem auf einem Schimmel sitzenden und als römischer Soldat verkleideten Reiter, der mit einem roten Mantel den heiligen Martin darstellt. In Bregenz wird dieser Brauch Martinsritt genannt. Häufig wird auch die Schenkung des Mantels an den Bettler nachgestellt. Bei dem Umzug werden traditionelle Martinslieder gesungen. Die Laternen werden oft vorher im Unterricht der Grundschulen und in Kindergärten gebastelt. Zum Abschluss gibt es häufig ein großes Martinsfeuer.

Die größten St.-Martins-Umzüge Deutschlands mit über 4000 — 6000 Teilnehmern finden in Worms-Hochheim, Kempen am Niederrhein und Bocholt statt.

Der Brauch ist nicht nur auf den deutschen Sprachraum beschränkt. So veranstaltet die deutsche Gemeinde in Stockholm einen Martinsumzug und auch in den Niederlanden existiert der Brauch.

3.2. Martinsessen

Als Brauch ist heute vor allem das traditionelle Martinsgansessen (in Österreich auch Martinigans oder Martinigansl genannt) verbreitet. Gern wird erzählt, dass es seinen Ursprung in einer Legende über Martins Leben habe: Entgegen seinem eigenen Willen und trotz Vorbehalts des Klerus drängte das Volk von Tours darauf, Martin zum Bischof zu weihen. Asketisch und bescheiden, wie er sein Leben führte, hielt er sich unwürdig für solch eine große Verantwortung, und deshalb habe er sich in einem Gänsestall versteckt. Die Gänse jedoch hätten so aufgeregt geschnattert, dass Martin gefunden wurde und geweiht werden konnte.

Traditionell wird die Gans in Deutschland mit Rotkohl und Semmelknödeln oder Kartoffelklößen gegessen.

Vielerorts erhalten die Kinder einen Weckmann aus Hefeteig mit Rosinen, der regional unterschiedliche Bezeichnungen trägt (z.B. «Martinsmann» in Baden und «Stutenkerl» in Westfalen). In Süddeutschland sind kleine Martinsgänse aus Keks- oder Hefeteig oder auch Laugenbrezeln üblich. In einigen Teilen des Ruhrgebiets, des Sauerlands und anderen Teilen Deutschlands erhalten die Kinder eine Martinsbrezel – eine Brezel aus süßem Hefeteig, bestreut mit Hagelzucker.

3.3.Martinssingen

Im Anschluss an den Martinszug oder auch an einem leicht abweichenden Termin wird vielerorts auch das Martinssingen (auch „Martinilieder“) praktiziert, bei dem die Kinder mit ihren Laternen bzw. Lampions von Haus zu Haus ziehen und mit Gesang Süßigkeiten, Gebäck, Obst und andere Gaben erbitten. Es gibt zahlreiche lokale Bezeichnungen für diesen Brauch, im Rheinland etwa „Kötten“, „Schnörzen“, „Dotzen“ oder „Gribschen“.

Schlussteil

In den Stunden beschäftigen wir uns nicht nur mit der Grammatik. Wir lesen und erzählen viel über die Kultur, Sitten und Bräuche des deutschen Volkes. Das ist immer sehr interessant. Wir lernen Gedichte und Lieder, basteln verschiedene Sachen. Ich glaube, daß deutsche Feste auch wichtiges Teil der Kultur sind, und Information, die ich in meiner Arbeit gesammelt habe, kann für andere Schüler interessant sein

Literaturliste:

1.Grosse Enzyklopedie. Band 6. S.1227. Naturalis Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Koln, 1990.

2. Das grosse Lingen universal Lexikon. Band 3. S. 156. Lingen Verlag, Koln, 1989.

3. http//www.wikipedia.de

4. www.feste-inßaller-welt.de

5. Christoph Needon „Feste feiern in Deutschland“. Leipzig. Urania – Verlag, 1991.

Anlage

Martinslieder

1. Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne



und meine Laterne mit mir.

Da oben leuchten die Sterne

und unten da leuchten wir.

Laternenlicht,

verlösch mir nicht!

rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh` mit meiner Laterne

und meine Laterne mit mir.

Da oben leuchten die Sterne

und unten da leuchten wir.

Mein Licht ist aus,

ich geh` nach Haus.

rabimmel, rabammel, rabumm.

2. Laterne, Laterne:

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,

Sonne, Mond und Sterne,

brenne auf mein Licht,

brenne auf mein Licht,

aber nur meine liebe Laterne nicht

3. Sankt Martin war ein guter Mann:

Sankt Martin war ein Guter Mann,

der uns als Beispiel gelten kann,

zeigte, daß Teilen Freude macht

in jener dunklen kalten Nacht,

in jener dunklen kalten Nacht.

Dem Bettler half er in der Not,

als Martin ihm den Mantel bot,

zeigt, daß Teilen Freude macht

in jener dunklen kalten Nacht,

in jener dunklen kalten Nacht.

Drum laßt uns helfen wo es geht,

wann immer ihr die Not mal seht.

Ihr wißt, daß Teilen Freude macht

in jener dunklen kalten Nacht,

in jener dunklen kalten Nacht.

4. Sankt Martin:

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,

sein Ross, das trug ihn fort geschwind.

Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,

sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Sankt Martin, Sankt Martin,

im Schnee, da saß ein armer Mann,

hatt’ Kleider nicht, hatt’ Lumpen an.

«O helft mir doch in meiner Not,

sonst ist der bittre Frost mein Tod!»

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin zog die Zügel an,

sein Ross stand still beim armen Mann.

Sankt Martin mit dem Schwerte teilt

den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin gab den halben still;

der Bettler gern ihm danken will.

Sankt Martin aber ritt in Eil

hinweg mit seinem Mantelteil.

Laterne basteln

Man braucht dazu:

Bastelmaterial:

Tonpapier oder Karton



Schere

Klebstoff

Lineal

Transparentpapier

Bleistift

Und so geht’s:

1. Zunächst müßt Ihr für die kleine Laterne einen Streifen Pappe oder Tonpapier ausschneiden. Wenn die Seiten der Laterne insgesamt 11 x 44 cm sein soll, noch links und unten jeweils einen cm für die Klebestellen dazurechnen: also 12 cm hoch und 45 cm breit ausschneiden.

2. Auf den Streifen zeichnet Ihr 4 gleichgroße Quadrate von 11 x 11 cm. Der Rest ist Rand. In diese Quadrate könnt Ihr dann verschiedene Motive malen, die Ihr später ausschneidet. Man kann auch die Ecken mit einbeziehen!

3. Wenn Ihr alle Motive aufgemalt habt, könnt Ihr vorsichtig mit dem Ausschneiden anfangen.

4. Anschließend klebt Ihr auf einer Seite der Pappe buntes Transparentpapier auf die entstandenen «Löcher».

5. Nun muss die Laterne nur noch zusammengeklebt werden. Dazu faltet Ihr die Quadrate an den Nahtstellen und klebt die überstehende Lasche am linken Rand an das erste Quadrat.

6. Für den Boden einfach ein 11 x 11 cm großes Quadrat ausscheiden und innen — mithilfe der umgeknickten Ränder festkleben.

Jetzt könnt Ihr ein Teelicht in die Laterne stellen und Euer Werk bewundern: Ist sie schön gruselig für die Halloween Party? oder eher gemütlich für einen Adventssonntag? Für den Laternenumzug am Sankt Martinstag könnt Ihr nach dem gleichen Prinzip auch eine größere Laterne basteln. Ihr müsst dann nur festere Pappe/ Papier benutzen und an den Rand noch einen Henkel basteln, oder Löcher für ein Band machen, so dass man die Laterne auch an einem Stock befestigen kann.








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